DAS PROJEKT »UNTEN DURCH«

Die Unterführung an der Arendahls Wiese war ein unbeliebter Durchgangsweg im Stadtbezirk VI Zollverein, schon immer wird er häufig von Fussgänger*innen und Fahrradfahrer*innen genutzt. Mitte 2017 zogen wir, die Folkwang Gestalter*innen, in unmittelbarer Nähe in unser neues Gebäude auf Zollverein ein. Daher war unser Wunsch gemeinsam mit Anwohner*innen und Nutzer*innen, diesen Ort, den wir in vielerlei Hinsicht als Knotenpunkt verstehen, neu zudenken und neu zugestalten.

SPRECHZEITEN

im Tunnelatelier

Wir sind leider nicht mehr am Tunnel anzutreffen.

Zu unserem jetzigen Stand der Dinge und dem letzen Tunnelsprechtag finden sie hier

MEHR INFORMATIONEN

18.6.18 | Anne

Nachruf

Zum Start des Wintersemesters 2016|17 hatte der Fachbereich Gestaltung der Folkwang Universität der Künste, die Bezirksvertretung des Stadtbezirks VI Zollverein und das Projektbüro Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 das Projekt »Unten durch« ins Leben gerufen. Ziel des Projektes war es, die unbeliebte Unterführung an der Arendahls Wiese am Welterbe Zollverein partizipativ-gestalterisch mit den BürgerInnen des Stadtbezirks neu zu denken und neu zu gestalten.
Dieser Ort war und ist nun kein unbeliebter Durchgangsweg im Stadtbezirk VI Zollverein mehr, der schon immer häufig von FußgängerInnen und FahrradfahrerInnen genutzt wird. Im September 2017 zogen die Folkwang GestalterInnen in das neue Gebäude auf Zollverein in unmittelbarer Nähe. Daher wollten sie gemeinsam mit AnwohnerInnen und NutzerInnen, diesem Ort, der in vielerlei Hinsicht als Knotenpunkt verstanden wird, eine attraktivere Gestalt geben.

Für ein halbes Jahr hatte das Team zu verschiedenen Veranstaltungen geladen um Anwohner im Umgestaltungsprozess der Unterführung direkt am Folkwang-Neubau zu beteiligen.

Am sogenannten „Tunnelsprechtag“ traf sich das Team mit den BürgerInnen, um gemeinsame Konzepte und Ideen zu erarbeiten. Fast 30 AnwohnerInnen und Stadtakteure, sowie einige Studierende folgten der Einladung zum Tunnelsprechtag und beteiligten sich rege. Es wurden einige Umgestaltungsideen und Wünsche ausgedrückt, die ein hervorragendes und inspirierendes Fundament für das weitere Vorgehen boten. In kleinen Gruppen wurden Utopien rund um die Unterführung gesponnen, wie z. B. die Utopie eines Tunnelsoundtracks, der vom Wind des Zuges angetrieben wird. Außerdem wurden Bilder entwickelt, die nur von einem bestimmten Punkt in der Unterführung zu erkennen sind und die TunnelbesucherInnen beispielsweise zu dem sympathischen, nahe gelegenen Wald locken.

Nachruf

Auch mit Schülern zwischen 5 und 10 Jahren wurde gearbeitet. Es wurde erprobt, wie sich ein guter Tunnel anfühlt und wie ein böser, was ein höflicher Tunnel zu seinen BesucherInnen sagt, wie steif so ein Tunnel aus Eis ist, wie es sich anfühlt, wenn die Tunnelwände immer näher kommen und wie ein fröhlicher Tunnel oder ein böser Tunnel eigentlich im inneren aussieht.

Ebenso zogen die GestalterInnen in einen Container direkt neben der Unterführung, um vor Ort mit den NutzerInnen ins Gespräch zu kommen und Ideen festzuhalten. Auf diese Weise wurde sich viel Unterhalten, gegenseitig spannende Orte im Bezirk gezeigt, Geschichten zu diesen erzählt, gebastelt, gezeichnet, spaziert und geschrieben.

Am 4.3.17, kurz vor Ende der Konzeptphase, trafen sich AnwohnerInnen und Folkwang-GestalterInnen zu vier unterschiedlichen Spaziergängen – dem »Tunnelwalk«. Hier zeigte man sich gegenseitig spannende, wichtige und/oder inspirierende Orte, erzählte sich Geschichten, sammelte Erfahrungen, markierte wichtige Punkte auf einer Karte und hielt sie fotografisch fest. Nach den Spaziergängen trafen sich die Gruppen wieder, um bei Kaffee und Kuchen von den anderen Routen berichtet zu bekommen und von ihrer eigenen Tour durch den Stadtbezirk zu erzählen.

Die Konzeptphase endete im April. Dann wurden die Entwürfe der Folkwang GestalterInnen offiziell zur Umsetzung an das Projektbüro Grüne Hauptstadt und die Bezirksvertretung des Stadtbezirks VI Zollverein übergeben.
Erste Entwürfe zur Umgestaltung des Tunnels wurden am 13. Mai im Rahmen des Bürgerfestes zum 10-jährigen Bestehen des Katernberger Bürgerzentrums Kon-Takt bei bestem Wetter der Öffentlichkeit präsentiert.

Dann, nach einem halben Jahr der Umsetzungsphase, wurde die Unterführung am 11.12.17 offiziell eröffnet. Trotz der misslichen Wetterlage wurde sich mit einigen AnwohnerInnen, AkteurInnen des Stadtbezirks Zollverein und dem mobilen Tee-Café „Mobilitea“ am Kon-Takt getroffen, um bei einem gemeinsamen Spaziergang das Ergebnis zu begutachten und danach noch einmal gemütlich am Grill mit Glühwein zusammen zu kommen.

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Beteiligten, für ihre Zeit, Geschichten, Einblicke, Wünsche und Ideen! Wir freuen uns schon auf ein nächstes Mal.

Nachruf
Nachruf Nachruf
Nachruf

Anne | 10.3.17

Guter Tunnel – Böser Tunnel

Am Mittwoch besuchte ich 8 motivierte Co-Designer zwischen 5 und 10 Jahren in der Schiller-Schule. Wir probten, wie sich ein guter Tunnel anfühlt und wie ein böser – was ein höflicher Tunnel zu seinen Besuchern sagt, wie steif so ein Tunnel aus Eis ist und wie es sich anfühlt wenn die Tunnelwände immer näher kommen.

Guter Tunnel – Böser Tunnel

Hell und freundlich sollte der Tunnel sein und ein Gitter sollte alles Böse abhalten hineinzugelangen. Eine Eisdiele, ein Bäcker, eine Wasserrutsche oder ein Kleidungsgeschäft würden den Tunnel attraktiver gestalten, schlugen Emma, Kayra, Laila, Mathilda, Luca, Karina, Annika und Julia vor und malten den nettesten und auch den bösesten Tunnel den sie sich vorstellen können.

Guter Tunnel – Böser Tunnel

9.3.17 | Marc

TUNNELWALK am 4.3.17

Eine Erkundungstour rund um den Tunnel

Am vergangenen Samstag trafen wir, die Folkwang-Gestalter*Innen uns mit Anwohnern des Stadtbezirkes VI, zu einem gemeinschaftlichen Austausch. Rund 30 Teilnehmer versammelten sich an unserem Tunnelatelier, direkt an der Tunnelunterführung Arendahlswiese. Von dort aus, ausgestattet mit Routenplan, Markierungen und Fotoschablonen, erkundeten wir in gemischten Gruppen aus Anwohnern, Folkwangstudierenden und Stadtakteuren, die Gegend. Auf vier unterschiedlichen Routen verteilt, galt es Geschichten zu sammeln, Erfahrungsberichte und interessante Orte zu teilen und zu dokumentieren. Geleitet von kleinen Aufgaben sollten schöne Orte und Sehenswürdigkeiten oder Unorte gefunden und diese auf der Landkarte markiert werden.

TUNNELWALK am 4.3.17

Erfahrungsberichte als Inspiration

Nach unserem anregenden Spaziergang trafen sich die einzelnen Gruppen im SANAA-Gebäude, wo der Duft von Kaffee und Kuchen alle Teilnehmer zusammenkommen ließ. Während einer geselligen Verschnaufpause vervollständigten die Kleingruppen ihre Impressionen auf dem gruppeneigenen Routenplan und präsentierten diese mithilfe einer Diashow und ausgefüllten Postkarten über ortsspezifische, reale oder fiktive Fakten. Inspiriert fanden alle Teilnehmer die Gelegenheit weitere Visionen zu spinnen und nächste Verabredungen zu treffen.

TUNNELWALK am 4.3.17
TUNNELWALK am 4.3.17 TUNNELWALK am 4.3.17
TUNNELWALK am 4.3.17 TUNNELWALK am 4.3.17
TUNNELWALK am 4.3.17

14.2.17 | Anne

Der Container ist da!

Grade haben wir unseren Container geliefert bekommen. Von hier aus werden wir in kürze arbeiten und freuen uns über jeden Besuch, der ein wenig Zeit mitbringt, um mit uns über den Tunnel zu sprechen. Wenn Ihr also einmal zufällig vorbei kommt und dort jemanden entdeckt, schaut gerne mal rein!

Der Container ist da!

Wann wir da sein werden, werden wir hier auf der Homepage und am Container selbst mitteilen.

Der Container ist da!
Der Container ist da! Der Container ist da!
Der Container ist da!

9.2.17 | Florian

Katernberg aus meiner Sicht

Ich bin Florian und studiere seit anderthalb Jahren an der Folkwang Universität der Künste Industriedesign. Dieses Semester habe ich mich für den Projektkurs „Unten durch“ entschieden, welcher sich ganz frei mit der Gestaltung der Unterführung und seiner Umgebung beschäftigt. Mit der Wahl des Kurses war für mich klar, dass ich Katernberg nach diesem Semester viel besser kennen werde.

Katernberg aus meiner Sicht

Ich habe sehr viel Zeit in Katernberg verbracht und mir ein Bild von dem Ort und den Bewohnern gemacht. Katernberg erinnert mich mit all seinen Einkaufsmöglichkeiten, Friseursalons und Apotheken sehr an mein kleines Heimatdorf Glehn in der Nähe von Düsseldorf. Die wichtigsten Besorgungen können im Ort selber erledigt werden und eine Fahrt in die Stadt ist nicht nötig. In Katernberg ist immer was los, alleine ist man hier nicht und auf mich entstand der Eindruck als würde sich hier jeder kennen. Außerdem ist ein Zusammenhalt zwischen den Bewohnern spürbar und der Katernberger steht zu seinem Stadtteil.
Mit dem geplanten Einzug im Herbst in unser neues Universitätsgebäude auf Zollverein, sind wir von da an auch Katernberger. Ich erhoffe mir, dass wir Studenten Anschluss an das Leben in Katernberg finden, das Spannende Projekte mit Bewohnern entstehen und man sich kennenlernt und das wir als Studenten uns dort aufhalten und uns wohlfühlen.

Katernberg aus meiner Sicht

18.1.17 | Anne

EIN ORT DER BEGEGNUNG UND DER WÜRSTCHEN?

Am 14.1.2017 trafen wir Folkwang-GestalterInnen uns bei strahlendem Sonnenschein mit unseren zukünftigen NachbarInnen zum 1. Tunnelsprechtag, um uns und die uns zusammenbringende Unterführung genauer zu betrachten und kennen zu lernen.
Wir trafen uns an der Unterfühung und mithilfe von Markern und Aufklebern nahmen wir ein Gesamtbild auf, das von zufällig vorbeikommenden Passanten ergänzt wurde. Wie häufig wird der Weg unter den Gleisen genutzt? Durchquert man sie mit dem Rad der zu Fuß? Welche Erwartungen haben wir aneinander? …

EIN ORT DER BEGEGNUNG UND DER WÜRSTCHEN?

Danach spazierten wir gemeinsam zum SANAA-Gebäude, wo uns Kaffee, ein paar warme Worte und eine heiße Suppe erwarteten. Aufgewärmt und gestärkt ging es weiter. In kleinen Gruppen wurden Utopien rund um die Unterführung gesponnen, wie z.B. die Utopie eines Tunnelsoundtracks, der vom Wind des Zuges angetrieben wird. Briefe wurden an den Tunnel geschrieben, die dieser auch beantwortet und so auch endlich mal zu Wort kam – wer hätte ahnen können, dass der Tunnel gerne mal mit uns grillen will. Es wurden Bilder entwickelt, die nur von einem bestimmten Punkt in der Unterführung zu erkennen sind und den Tunnelbesucher beispielsweise zu dem sympathischen, nahe gelegenen Wald locken.Fast 30 Anwohner und Stadtakteure, sowie einige Studierende folgten unserer Einladung zum Tunnelsprechtag und beteiligten sich rege. Es wurden einige Umgestaltungsideen und Wünsche ausgedrückt, die sicherlich ein hervorragendes und inspirierendes Fundament für unser weiteres Vorgehen bieten.

Wir freuen uns auf den nächsten Tunnelwalk am 4.3.17. Kommt gerne zahlreich und besucht uns.

EIN ORT DER BEGEGNUNG UND DER WÜRSTCHEN?
EIN ORT DER BEGEGNUNG UND DER WÜRSTCHEN? EIN ORT DER BEGEGNUNG UND DER WÜRSTCHEN?
EIN ORT DER BEGEGNUNG UND DER WÜRSTCHEN? EIN ORT DER BEGEGNUNG UND DER WÜRSTCHEN?
EIN ORT DER BEGEGNUNG UND DER WÜRSTCHEN?

5.1.17 | Anne

1. TUNNELSPRECHTAG am 14.1.17

Wir treffen uns am Samstag um 11:00 Uhr an der Unterführung zwischen Arendahls Wiese und Köln-Mindener-Straße. Dort werden wir mit Kreisen und Linien erste Meinungen über den Tunnel einsammeln und danach Richtung SANAA-Gebäude spazieren. Nach ein paar warmen Worten für die Ohren wird es auch etwas Warmes für den Mund geben. Um 12:45 Uhr teilen wir uns für eine kurze Weile in Kleingruppen auf, um spezifischeres Expertenwissen zu ergattern. Hierfür werden wir Träume abstecken, Wände verzerren und Dinge und Menschen zu Wort kommen lassen – denn wir kennen die Unterführung noch lange nicht so gut wie ihre Nachbarn und Nutzer. Abschließend werden wir gemeinsam den Tag Revue passieren lassen und uns noch für die ein oder andere Tasse Kaffee zusammen setzen.

TEAM »UNTEN DURCH«

Das Team »Unten durch« ist Teil der Projektgruppe Social Design des Fachbereichs Gestaltung der Folkwang Universität der Künste.

Anne Karrenbrock
Anne Karrenbrock
Nina Pillen
Nina Pillen
Marc Burghoff
Marc Burghoff
Carolin Schreiber
Carolin Schreiber
Kurt Mehnert
Kurt Mehnert